Winterpause 2015/16

Icke uff Union Entzug…

Da kieke ick heute abwechselnd uff meinen Kalender, dann wieder uff unsern Spielplan und muss mit Entsetzen feststellen, dass dit noch unvorstellbar lange vier Wochen bis zum nächsten Wohnzimmerbesuch sein soll’n.
Wer hat sich eigentlich diese unmenschlich lange und saublöde Winterpause einfallen lassen, geht es mir durch den Kopp. Ick muss doch schließlich ooch seit zwee Wochen wieder arbeiten also warum zum Henker wird denn der jeliebte Fussi solange uff Eis jelegt?
Ach so, Eis bzw. Schnee…hmmm, aber weder dit eene noch dit andere ham wa gerade und mein alter Lehrmeister hat immer jesagt: „Wo keen Schnee liecht, kannste loofen Bengel“. Der alte Sack hatte eigentlich immer Recht (hoffentlich liest der dit nich), also is doch logisch wenn ick dann schlussfolgerte, „wo man loofen kann, kann man ooch Fussball spielen“!
Spätestens bei dem Gedanken wurde mir klar, ick bin uff Union Entzug…
und zwar mächtig jewaltig!
Da muss jetzt ne Therapie her oder ne Ersatzdroge, oder am besten beides.
Mit der Erkenntnis, hab ick dann Folgendes beschlossen:
Morgen koofe ick ne Packung Eberswalder Bratwurst und nen Sechser Berliner Pils.
Dann wird am Samstag um zwölve schön uff’de Terrasse der Grill anjeschmissen und ne erstklassige Stadion Wurst selber jebaut.
Kurz vor einse hat dann mein Junior unaufgefordert die korrekte AF Heimspielmucke in adäquater Lautstärke uff’de Stereoanlage abzuspielen, damit ick mir bei Achim Menzel, Sporti und Nina anjemessen uff den nächsten Teil der Therapie vorbereiten kann.
So, nun passt uff!
Bevor der Grill uff Temperatur jebracht wird, stell ick mir nämlich meinen Fernseher von innen ans Terrassenfenster…ihr ahnt wat kommt, oder.
Wenn dann um einse Nina Hagen und ick mit de Hymne fertig sind, wird pünktlich zur „Wiederholung“ FCU vs. Club aus Leipzig anjepfiffen (also Video einjeschaltet).
Neunzig Minuten stehen bei Scheißwetter, Bratwurst, Bier und Union kieken……
dit muss doch gegen AF Entzug helfen!
Wenn dit Spiel dann völlig verdient (und natürlich überraschend) von unser’n Fußballgöttern jewonnen wurde, gönne ick mir noch ein Pils für den Heimweg…also von’de Terrasse ins Wohnzimmer.
Uff diesen zugegeben kurzen Weg, wird denn quasi als Abschluß, nochmal Krispin´s „Wir sind Union“ für mich und meine bestimmt zu diesem Zeitpunkt schon mächtig angepissten Nachbarn lautstark jespielt.
So, sollte der therapeutische Effekt so wie von mir geplant, von Erfolg gekrönt sein,
lass ick den Samstag drauf doch mal den KSC in meinem Wohnzimmer auflaufen!

In diesem Sinne, U.N.V.E.U.

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