Schulter an Schulter, endlich geht´s wieder los!

Denkmal 50 Jahre FDGB Pokal

Endlich ist diese ungeliebte Sommerpause zu Ende und das erste Punktspiel der Saison 2018/19 steht langsam aber ganz sicher vor der Tür.
Aber wenn ich’s mir recht überlege, dann war diese Pause gar nicht so pausierend wie in den letzten Jahren, jedenfalls kam es mir nicht so vor.
So viele Dinge sind passiert, während der heilige Rasen der AF nicht bespielt wurde, dass diese ligafreie Zeit schon fast anstrengend kurzweilig erschien.
Da gab es im jahreszeittypischen Sommerloch unter anderem eine lustige Sommerfußballshow in Russland, mit dem Titel „Fußballweltmeisterschaft“.
Eine Komödie vom Feinsten mit deutscher Beteiligung, aufgeführt von Jogis kickendem Wanderzirkus namens „Die Mannschaft“, welche international große Erheiterung und in heimischen Wohnzimmern vereinzelt auch Kopfschütteln erzeugte.
Es sollte historisch für den DFB und seine Schauspieltruppe werden, so zumindest der Plan.
Ziel erreicht würde ich sagen, wenn auch ein klein wenig anders als von den selbstgefälligen Protagonisten gedacht.
Nun ist der Vorhang zum Stück eigentlich längst gefallen, doch der kleine dumme und finanziell übersättigte Mesut, DFB Großpate Grindel, Teflon Jogi und Laber Olli werden nicht müde, eine Zugabe nach der anderen zu liefern. Der öffentliche Applaus dafür, bleibt natürlich nicht aus. Selbst Sultan Erdogan und Würstchen Ulli aus der Säbener Straße beteiligen sich dankbar daran.
Na ich lehne mich mal entspannt zurück und lass mich weiter von dieser Schmierenkomödie erheitern. Vielleicht gibt’s ja noch ein großes Finale mit epochalen Abgängen.
Was allerdings den geliebten Fußball betrifft, findet selbiger für mich weiterhin nur im Köpenicker Forst, bei und mit unserem FC Wundervoll bzw. in den Stadien der zweiten Bundesliga statt.
Ja und auch da ist nach dem letzten Pfiff der Spielzeit 2017/18 richtig viel passiert, was die Zeit in der wir nicht laut und mit Schal im Block standen, sehr kurz erschienen ließ.
So hat Hofi erwartungsgemäß seinen Stuhl geräumt und selbigen an einen neuen Cheftrainer übergeben, den wohl nur wenige auf dem Zettel hatten. Urs Fischer, ein Schweizer Fußballlehrer, der ein wenig wie eine charmante Mischung aus dem Komiker Emil, dem pedantischen Arbeiter Ewald Lienen und dem die Seele auf der Zunge tragendem Christian Streich wirkt, soll nun unsere rot/weißen Fußballgötter auf Kurs bringen und sie zu alter Geschlossenheit und neuer Stärke führen.
Auch wenn mein Eindruck aus einiger Entfernung zur Mannschaft entsteht, glaube ich, dass wir es sehr viel schlechter hätten treffen können als mit diesem sympathischen Typen. Ich drücke dem Urs jedenfalls ganz feste alle Daumen, damit all die jetzt anstehenden Aufgaben und die neue Saison von Erfolg gekrönt sein mögen. Dabei wird ihm garantiert Oliver Ruhnert, ehemaliger Chefscout und neu installierter Geschäftsführer Profifußball, den richtigen Rahmen versuchen zu basteln.
Was in diesem Zusammenhang bis heute sichtbar wird, macht für mich einen ziemlich professionellen Eindruck und lässt hoffen, dass wir in diesem Bereich um einiges besser als zuvor aufgestellt sind.
Aber nicht nur Coach und Sportvorstand haben gewechselt, auch in der Mannschaft wurde ordentlich herein und heraus rotiert.
Dabei war wohl für viele Unioner der Wechsel von Stevie zu den Gelsenkirchner Knappen am schwersten zu verdauen. Es hatte sich abgezeichnet, aber viele Eiserne hofften bis zur vermeldeten Unterschrift bei den blau/weißen Pottkickern, dass unser Junge aus dem eigenen Nachwuchs Union erhalten bleiben würde. Nichts desto trotz gab es kein böses Wort und ein geschlossenes Daumen Drücken aus der Union Fanszene für Schrippe Skrzybski, wie es gefühlt nur bei uns Eisernen möglich ist. Dafür trägt Stevie zukünftig ganz sicher ein rot/weißes Shirt aus dem Zeughaus unter seinem Schalke Trikot, denn im Herzen wird er immer einer von uns bleiben.
Darüber hinaus verabschiedeten sich noch Toni Leistner, Kristian Pedersen, Fürste, Mesi, Hosi und Dennis Daube aus Köpenick und suchen ab sofort bei anderen Clubs ihr sportliches Heil.
Nun wird es in der Natur der Sache liegend wieder spannend, wie der eine oder andere abgängige Leistungsträger durch die doch interessanten Neuzugänge ersetzt werden kann, wie selbige sich ins Mannschaftsgefüge integrieren und wie bzw. ob sie den eisernen Virus für sich entdecken werden.
Besonders gespannt bin ich dabei aber auf Heimkehrer Eroll, der in den Vorbereitungsspielen ja schon einen interessanten Eindruck hinterlassen konnte. Vielleicht lehne ich mich etwas früh aus dem Fenster, aber Ich glaube wir haben da einen talentierten Nachwuchsspieler ausgeliehen und einen gereiften Zweitligaprofi zurück bekommen.
Wenn es so läuft, dann läuft´s und Leihgeschäfte ergeben auch aus sportlicher Sicht einen Sinn.
Neben E. Zejnullahu haben aber auch noch andere vielversprechende Namen wie Sebastian Andersson, Joshua Mees, Ken Reichel und Manuel Schmiedebach beim 1.FC Union unterschrieben. Diese Zugänge, sowie das verbliebene Potenzial an guten Fußballern klingt nicht wirklich nach kleinen Brötchen oder Underdog in der uns jetzt bevorstehenden Saison. Schauen wir mal, was Urs Fischer aus dieser Mannschaft an Leistung heraus kitzeln kann und wie sie sich in Duellen mit dem ehemaligen Dino der Bundesliga, den Jecken vom Dom, oder den unter Jens Härtel aufgestiegenen Maggis schlägt.
Neben den Rotationen im Personalkarussells passierten in der Ligapause natürlich noch einige andere spannenden Dinge im und um´s Eisernland. So unter anderem das fünfzigjährige Jubiläum „Gewinn des FDGB Pokals“, welches im letzten Heimspiel 2017/18 schon Thema einer der genialsten Choreographien der letzten Jahre war.
Damit war dieser geschichtsträchtige Sieg über Carl Zeiss Jena aber lange noch nicht abgehakt.
Am 01.07.18 trafen die damaligen Finalgegner im Rahmen eines Freundschaftsspiels mit ihren aktuellen Mannschaften erneut aufeinander. Ein kleines DDR Oberliga Revival zum testen und feiern, bevor der Ligaalltag wieder los geht.
Bevor man dieses Erinnerungsmatch aber anpfiff, wurde ein unglaublich schönes Denkmal der Pokalhelden in Lebensgröße vor unserer Haupttribüne und im Beisein einiger etwas älter gewordener Fußballgötter von einst eingeweiht. Initiiert von der oft falsch verstandenen Ultraszene… ja ja „die bösen Ultras“, hat es, so sehe ich es jedenfalls, eine ganz besondere Bedeutung. Zum einen ist es Erinnerung an eine Sternstunde unserer gemeinsamen Liebe, zum anderen ist es aber auch ein Bekenntnis unserer jungen Mitglieder zur Geschichte, zur Kultur und zu den in vielen Jahrzehnten gewachsenen Werten des 1.FC Union Berlin. Genau solche Dinge lassen doch Unioner Herzen höher schlagen und relativieren vielleicht auch ein paar Misstöne, die in der vergangenen Spielzeit hörbar waren.
Wie so oft kann nicht jede eiserne Geschichte erzählt werden und so überlasse ich das Berichten von ebenfalls schönen Dingen wie z.B. der Bootsfahrt der Union Stiftung, dem Sommerfest im Bootshaus, oder den spannenden Testspielen gegen Girondins Bordeaux und den Queens Park Rangern, anderen positiv Bekloppten.
Fakt ist, am 05.08.18 ist es endlich wieder soweit. Sporti’s Eisernet Lied wird vor Nina’s Hymne die Alte Försterei erbeben lassen, bevor der DFB Pfeifenheini um 15.30 Uhr das erste Spiel der neuen Saison anpfeift. Es wird gegen die Kollegen aus dem erzgebirgischen Schacht stattfinden und wir können diesmal getrost Gedanken an Aufbauhilfe Ost bzw. Nichtabstiegshilfe für die Wismut Kumpel außen vor lassen. Es geht nur um die ersten drei Punkte und einen guten Start in die letzte Saison mit den fünf Sternen auf der Brust. Lasst uns dazu unser Wohnzimmer wieder bis zum letzten Platz voll machen! Lasst uns den Köpenicker Forst mit unserem eisern schallendem Support erfüllen, so dass die vielbeschworenen Schlosserjungs aus Oberschöneweide stolz auf uns wären!

In diesem Sinne: Bis Sonntag im Wohnzimmer ihr Kranken. Bis Sonntag, wenn es wieder laut durch´s Eisernland erschallt: „…Schulter an Schulter für Eisern Union!“

U.N.V.E.U

2 Kommentare zu „Schulter an Schulter, endlich geht´s wieder los!“

  1. Onkel Günter

    Na endlee jehts los hier!Und ooch bald wieda im Stadiön!
    Bis Sämstäg Koile!

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