Immer wieder eiserne Liebe, immer wieder Alte Försterei…

Immer wieder eiserne Liebe, immer wieder Alte Försterei…

Ein guter Freund, seines Zeichens Werderaner, spendierte mir für das gestrige Spiel gegen die Dortmunder Borussia seine grün/weiße Dauerkarte und ich „musste“ stadiontechnisch tatsächlich einmal wieder fremd gehen.
Dafür schon mal ein ganz großes Dankeschön lieber Günther und nicht böse sein, wenn das Ergo aus meinem Bremer Gastspiel lautet:
Ich will nichts anderes als meine Alte Försterei und meinen FCU!
Diese Erkenntnis lag gewiss nicht an der gebotenen Partie, denn die Jungs von der Weser zeigten über lange Zeit das, was wir Unioner als eisernen Kampfgeist bezeichnen. Sie stemmten sich über eine Halbzeit lang in Unterzahl gegen einen technisch überlegenen Gegner und waren ganz dicht daran, eine kleine Sensation zu schaffen. Sollte aber irgendwie nicht sein, denn zum Schluss gewannen doch die etwas abgeklärteren Borussen.
Nee, mein Wunsch so schnell wie möglich wieder in meinem Stadion sein zu dürfen, rührte daher, dass ich mir auf der Weserstadion Gegengeraden wie ein Alien vorkam.
Ja verdammt, da wird einfach nur gesessen und geschaut…
Stehen darf man quasi nur, wenn die Osttribüne „steht auf wenn ihr…bla bla“ singt, oder wenn mal ein Tor fällt.
Dazwischen wird sitzend beobachtet und ein wenig, wie in jedem Stadion, Trainer oder Reporter gespielt.
Gesungen wird gar nicht, jedenfalls nicht auf dieser norddeutsch unterkühlten Gegengeraden. Dafür sind scheinbar nur die Ultras zuständig, die sich…das sei hier auch erwähnt…aller größte Mühe gaben.
Halloooo, warum „sitzt“ ihr nicht lieber bei Plätzchen und Tee und vor allem schön warm auf’m Sofa am Sky Receiver, hab ich mich andauernd gefragt.
Natürlich hab ich als höflicher Gast dieses Stadions die Frage leise und mir selber gestellt. Ich glaube nämlich, dass weder die Frage, noch meine mir selbst gegebene Antwort, irgend jemand in diesem „Block der Stille“ verstanden hätte.
Diese Fans haben offensichtlich vergessen oder es nie erlebt, dass gemeinsames Schulter an Schulter Stehen, gemeinsam mit Jung und Alt über 90 Minuten singen und mit allen zusammen Vollgas zu supporten, ein echtes und ursprüngliches Stadionerlebnis ist.
Etwas was die Menschen zusammen schweißt und so viel ursprüngliche Fußball Leidenschaft ausdrückt und erzeugt, dass man es einfach immer und immer wieder erleben und fühlen möchte.
Schade, dass es Euch in Bremen wie auch in vielen anderen Stadien abhanden gekommen scheint.
Aber um so glücklicher bin ich jetzt, wenn ich an meine Gegengerade, an meine Alte Försterei und meine Eisernen denke.
Laut singend, bewegt und stehend mit tausenden gleich Verrückter nach dem Takt der Trommeln der Waldseite supportend. Neunzig Minuten oder länger gemeinsam alles geben, was den Stimmbändern zuzumuten ist.
Eisern – Union im Wechsel WS und GG…
Bleiben bis die Mannschaft längst vom Rasen ist und laut feiern auch wenn das Spiel verloren ging.
Man wat bin ick froh, dass das mein Stadion, mein Verein und meine Unionfamilie ist und ich es immer wieder so erleben darf!
„Heimspiel demnächst, wieder zu Haus…“
Nur noch ne knappe Woche, dann ist es endlich soweit.
Ich bin mir ziemlich sicher, meine Mundwinkel werden diesmal ganz besonders weit oben sein und das Dauergrinsen wird mit jedem Meter den ich der AF näher komme, breiter.

In dem Sinne…

Unioner, ick freu mir uff Euch!

U.N.V.E.U

P.S. Alte Försterei, Alte Försterei, Alte Alte Alte Försterei!

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