Ich wär dann soweit…

So langsam aber sicher fange ich an zu realisieren, dass mein FCU endlich dort angekommen ist, wo wir ihn uns seit Jahrzehnten hin geträumt haben.
Aus Sicht des DFB ganz sicher ein Betriebsunfall, denn ein Aufstiegswunschkandidat waren wir bei Rolex Reinhard und seinen Korruptionskomparsen wohl eher nicht.
In der Minute als feststand das der kleine unbequeme und vorlaute Club aus dem Südosten Berlins jetzt tatsächlich in der Beletage des deutschen Profifußballs mitmischt, hätte ich zu gerne in die „freudigen“ Gesichter der Frankfurter Mafiazentrale gesehen.
Apropos missgünstige Visagen…(ups, hab ich das geschrieben?)
Eiserne Grüße an Ralle R. und den Dosen Didi, an Hörgeräte Maddin und den Software Dietmar, aber natürlich auch an Uli H. von der Säbener Straße, der seine Wettschulden ruhig bei unserer Schulter an Schulter Stiftung hätte einlösen können.
Hey „Freunde“, Union ist da und wir werden Euch mindestens 34 Spieltage lang konsequent und eisenhart auf den Sack gehen. Ganz fest versprochen!
Letzteres gilt jetzt leider nicht für meine persönlichen Fairnesspreis Gewinner der abgelaufenen Saison. Trotzdem möchte ich Tim Walter und Mario Gomez von den herrlichen Grüßen hier keinesfalls ausnehmen.
Eigentlich hatte ich mir ja immer gewünscht via Reli gegen den HSV aufzusteigen. Schließlich wären wir dann als die Schlosserjungs in die Bundesligageschichte eingegangen, welche die längst zum running Gag gewordene Dino Uhr demontiert hätten.
Jenes wussten die Stellinger allerdings erfolgreich zu verhindern, aber das es gegen die Spätzlehobler aus dem Prenzleberg Süd ähnlich Spaß machen würde, dafür haben dann Tim und Struppi…äh Mario, sowie die schwäbischen Anhänger mit ihrer herzerwärmenden Arroganz gesorgt. Nochmals Danke, dass ihr für das I Tüpfelchen unseres Aufstieges gesorgt habt.
Jetzt heißt es also endlich Bundesliga. Wenn ich recht überlege, dann bedeutet dies nicht nur, dass wir uns sportlich mit den „Schönen und Reichen“ messen werden, sondern gleichzeitig auch, dass wir zurückkehren zu eisernen Wurzeln. Wir sind wieder der im Vorfeld abgeschriebene Underdog, der zuweilen als bunter Hund, aber nicht als ernstzunehmender Gegner wahrgenommen wird. Hey, die Rolle kennen wir doch, auch wenn sie zum Glück in den letzten Zweitligajahren nicht mehr so wirklich von uns ausgefüllt wurde.
Aber genau darin liegt dann aus meiner Sicht auch die Chance, gegen die etablierten und deutlich besser situierten Clubs besser auszusehen, als selbige es uns zutrauen.
Der eine oder andere von ihnen wird Union und vor allem auch die unbändige Energie unserer Alten Försterei unterschätzen. Wenn wir denen dann mit den vielzitierten und in der Aufstiegssaison eindrucksvoll bewiesenen Tugenden, sprich unangreifbare Geschlossenheit der Mannschaft sowie eisernem Kampfgeist begegnen können, dann dürfte der Klassenerhalt gar nicht so utopisch sein, wie andere es uns voraus sagen.
Wenn ich jetzt mal einen Blick auf unseren jüngst veränderten Kader werfe, dann schießt mir plötzlich mit etwas Herzklabaster eine wichtige Frage an unseren Präsi durch den Kopf. „Hey Dirk, hast Du das Schlitzohr Ruhnert sowie diesen Schweizer Filou schon langfristig an unseren FC Wundervoll gebunden?“ Also ich dachte da an einen über 25 Jahre laufenden Vertrag mit anschließendem Wettbewerbsverbot für… na sagen wir mal für nochmal 25 Jahre.
Es ist schon ziemlich genial, welche Namen in der kommenden Saison neu in unserem Trikot auflaufen werden und wen Olli R. da einfach mal so aus dem Hut gezaubert hat. Mindestens genauso klasse finde ich natürlich auch den Verbleib einiger gestandener Aufstiegshelden (zumindest nach heutigem Stand). Ich glaube da sind ein paar Jungs dabei, die ihr volles Potenzial erst in der Bundesliga entfalten werden, dafür wird Urs Fischer gemeinsam mit seinem Staff ganz sicher sorgen. Noch viel sicherer aber bin ich, dass es unserem schweizer Fußball-Präzisionsuhrwerker wieder gelingen wird, aus all den einzelnen, neuen und eingespielten Zahnrädchen, ein perfekt funktionierendes Uhrwerk zu konstruieren. Lassen wir uns also überraschen, mit welchen Spielideen der Urs gegen die vermeintlich übermächtigen Top Teams der Liga antreten wird. Genug Spielraum für kreative und vielleicht auch nicht so einfach auszurechnende taktische Varianten, bieten die jetzige Quantität und Qualität der Mannschaft ja.
Irgendwie treibt es mir bei diesen Gedanken jetzt schon ein Grinsen ins Gesicht. Ein wenig übermütig stelle ich mir dabei vor, wie z.B. Marvin und Neven ein ums andere mal den Lewandowskis, Werners oder Götzes auf den Füßen stehen, bis sie keinen Bock mehr haben, die Mittellinie in stürmischer Absicht zu überschreiten, oder wie Sebastian und Sebastian einen Neuer, Bürki oder gleich im ersten Spiel den Kollegen Gulacsi alt aussehen lassen.
Also von mir aus können die Spiele jetzt beginnen, denn ich freu mich unbändig darauf, dass unser Schlachtruf wie Donnerhall, jetzt auch in den Stadien des Fußballoberhauses unsere Anwesenheit verkündet und das dem einen oder anderen Sitzkisseneventie auswärts oder in unserer wunderschönen immergrünen Alten Försterei ehrfurchtsvoll klar wird, was „diese Unioner“ unter Fußballtradition verstehen!

UND NIEMALS VERGESSEN
🇮🇩 EISERN UNION 🇮🇩

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