Es war einmal vor 10 Jahren…

Es war einmal vor 10 Jahren…

Am 23.05.2009 , also fast auf den Tag genau vor einer Dekade, endete die allererste Saison der neuen 3.Liga im deutschen Profifußball.
Dem Meister dieses neugeschaffenen und eingleisig aufgebauten Wettbewerbs, der eigentlich schon drei Spieltage vorher feststand,
wurde ein eigens für diesen Zweck kreierter Pokal überreicht, der nach Aussage der Designer die „Eiserne Leidenschaft“ verkörpern sollte.
Ich glaube ja heute noch, dass dies ein Versehen der Auftraggeber war. Hätten die Granden vom DFB damals nämlich geahnt,
dass diese Versinnbildlichung jenes Pokals nur einen Titelträger zulassen würde, hätten sie das silberglänzende 8,5 kg Ding wahrscheinlich
„Fortunas Kelch“ oder so ähnlich genannt. Wie jeder von uns aber nun einmal weiß, eiserne Tugenden…EISERNE LEIDENSCHAFT,
so etwas findet man nur in Berlin Köpenick, nur bei unserem FC Wundervoll.
Der Meister dieser neuen Spielklasse und Aufsteiger in Liga Zwei, konnte seinerzeit also nur einen Namen tragen,
1.FC UNION BERLIN und diesen trug er dann auch.
Was war das damals für ein unglaubliches Gefühl! Wir waren zurück, „zurück aus der Hölle auf den Rasen“
und obwohl wir ein paar Jahre zuvor beinahe aufgehört hatten zu existieren, gab es uns immer noch,
wiedererstarkt und eisern den eigenen Weg gehend.
Dreitausendsechshunderachtundvierzig Tage sind seitdem vergangen und wieder hat sich aus Vereinssicht eine historische Tür geöffnet.
Die Tür zum von uns so oft besungenem Bundesliga Einzug steht schon zur Hälfte offen,
so dass wir nur noch einmal allen Mut zusammen nehmen müssen, um den letzten Schritt noch zu gehen.
Ich bin überzeugt, dass es uns gelingen kann, denn so viele Vorzeichen und Parallelen zur Saison 2008/09 stimmen mich optimistisch.
So beruhte der Erfolg von vor zehn Jahren wie auch in dieser Spielzeit, auf einer unglaublich geschlossenen Mannschaftsleistung.
Wir hatten damals wie auch heute keine großen Einzelkünstler im Team, aber einen Zusammenhalt und einen Teamgeist,
der Ausfälle und kleinere Rückschläge nie zum Problem hat werden lassen.
Wir hatten ähnlich wie heute die beste Defensive sowie einen der besten Torwarte der Liga und darüber hinaus einen Trainer,
der dem ganzen Laden den notwendigen Mut zum gewinnen einflößen konnte.
Wenn man es also mit einem Augenzwinkern nimmt, können Rafal und Urs Fischer in die Fußstapfen von „Klinge“ und „Uns eisernen Uwe“ treten.
So stand auch damals Paderborn lange vor Union, um am Ende doch noch von uns überholt zu werden. Also auf geht’s….
Jetzt werden einige Pessimisten argumentieren: „das letzte Spiel ist aber ein Auswärtsspiel…mimimi“.
Hey, genau genommen hatten wir vor zehn Jahren nur Auswärtsspiele, also was hat das schon zu bedeuten?
Verdammt, ich hab mein Aufstiegstrikot von damals vererbt und das ist eigentlich der Hauptgrund warum ich so sicher bin,
mir vor ein paar Monaten das neue „Union Helden Shirt“ im Zeughaus gekauft zu haben.
Es trägt sogar den selben Spielernamen auf den Schultern wie jenes von einst, vielleicht errät ja der eine oder andere welchen.
So, wenn es jetzt tatsächlich am Sonntag bei Grönemeyers tief im Westen liegenden Ruhrpottindianern noch nicht klappen sollte,
dann ballern wir eben den VEB Prenzleberg Süd am zehnten Jahrestag unserer Drittligameisterschaft aus seinen schwäbischen S-Klasse Sitzen
und vier Tage später, verbrennen wir dann deren Erstligalizenz durch einen fulminanten Heimsieg in unserer wunderschönen, immergrünen Alten Försterei.

In diesem Sinne:
„Die Zeit ist nun gekommen, ihr werdet´s alle sehn….!“

🇮🇩U.N.V.E.U.🇮🇩

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