Es gibt Träume die wahr werden…

Es gibt Träume die wahr werden…
(Is a dream a lie, if it don’t come true)

Aufgewachsen in einem Land, dass mir vorschreiben wollte, welche Musik für mich und meine Freunde gut und welche für unsere staatsbürgerliche Entwicklung eher gefährlich sei, beschloss ich schon recht früh, dies für mich selbst heraus finden zu können.
So hörte ich, wie fast jeder meiner Alterskollegen, in jeder freien Minute die vom Rias oder dem SFB über den großen Zaun geschickten charts des imperialistischem Klassenfeindes.
Es war dann irgendwann 1981, als ich das erste Mal einen Song auf die Ohren bekam, der mich bis heute nicht mehr los gelassen hat, der sich wie ein roter Faden durch mein Leben zieht und der mein Empfinden für besondere Texte und Songs, die Geschichten aus dem wahren Leben erzählen prägte.
Ein gewisser Bruce Springsteen sang einen Song, dessen Inhalt mir erst etwas später bewusst werden sollte, dessen unverwechselbarer Sound sich aber sofort in meinem Kopf fest setzte.
Vielleicht war ich durch meine von den Beatles und Bob Dylan geprägte Familie besonders empfänglich für diese simple aber bis heute unerreichte Genialität von Gitarre, Mundharmonika und kratziger Stimme, vielleicht war es aber auch einfach nur gut.
So hörte ich zum ersten Mal „The River“ und fortan wollte ich mehr davon und ich träumte, diesen Typen, den alle ehrfurchtsvoll den Boss nannten, einmal in meinem Leben live zu sehen.
Was Anfang der 80′ er noch völlig undenkbar war, passierte dann 1988 einfach so.
Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob der Herr Staatsratsvorsitzende persönlich diese Musik für nicht mehr so bedenklich hielt, oder ob man da schon Angst hatte, dass ich  😉  und so viele andere dem ach so tollen Vaterland bald den Stinkefinger zeigen würden, wenn man uns nicht ein wenig von der großen weiten Welt zugestand.
Völlig egal, ich durfte das erste Mal in meinem Leben den Boss live sehen, ich durfte mit tausenden Anderen in Weißensee the River mitsingen.
Dieser Traum ist wahr geworden und er war noch lange nicht zu Ende.
Der „große Zaun“ fiel und ich habe seitdem so viele Konzerte von B.S. & der E-Street Band gesehen, dass ich nicht einmal genau sagen kann, wie viele es bis heute waren.
Ich erinnere mich aber noch genau an den 30.05.2012. Der Boss spielte im Olympiastadion und zum ersten Mal war mein großer Sohn mit dabei. Es waren 24 Jahre seit Weißensee vergangen und mein Junior war jetzt in genau dem selben Alter, wie ich damals. Auch ihn hatte diese Musik gefangen genommen und ich durfte mit ihm gemeinsam meinen Traum erneut und auf eine besonders schöne und sehr emotionale Art wahr werden lassen.
Nach Berlin, fuhren wir zusammen dann noch nach Prag und Hannover und erlebten diesen Moment noch zweimal genauso schön.
Wir haben jetzt das Jahr 2016 und ich glaube der Kreis meiner Geschichte schließt sich in ein paar Wochen.
Der Boss kommt wieder nach Berlin und er kommt diesmal zur „The River Revival Tour“.
Natürlich werde ich wieder dabei sein,
und mit mir mein Junior und ein paar meiner besten Freunde.
Anfang der 80′ er …. alles nur ein fantastischer Traum!

„That night we went down to the river
And into the river we’d dive
Oh down to the river we did ride“

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