Ein Mann, ein Wort…

In einer Zeit, in der sich viel in unserem Sport verändert, in einer Zeit, in der Fußballvereine immer mehr zu gewinnorientierten Wirtschaftsunternehmen mutieren, oder aber von diesen als perfekte Marketingplattform benutzt werden, in dieser Zeit wird viel über Traditionen und Werte im deutschen Fußball geredet.
Davon haben wir aus meiner Sicht sehr viele und alle haben in irgendeiner Form ihre Geschichte, die zusammengefasst ein einzigartiges Kulturgut darstellen.
Allerdings muss man gerade heute feststellen, dass viele derer die insbesondere in den großen Medien ihr Statement dazu abgeben, ein eher negatives Bild dieser Werte und Normen zeichnen und nicht selten für die Aufweichung von altbewährten Regularien im Dachverband DFB bzw. der DFL plädieren. Andersdenkende werden dabei gerne als nostalgische Traditionalisten bezeichnet.
Nun kann sich jeder seine eigene Meinung dazu bilden, ob der von jenen Vertretern des sogenannten „modern football“ aufgezeigte Weg für die Zukunft des Fußballs in Deutschland, ein Weg ist, den man mitgehen möchte. Ich für meinen Teil möchte es nicht!
Mir sind diese Championsleague, oder die vielleicht bald entstehende Megasuperduperuniversumsliga völlig egal, solange die Teilnahme an solchen Wettbewerben nur durch Wettbewerbsverzerrung und spielen mit den Mafia Paten, aber nicht durch ehrlichen Sport zu erreichen ist.
Ich glaube den Protagonisten dieser großen kommerziellen Fußballshow nicht einmal ihr „Guten Morgen“ und Typen wie Grindell, Infantino, Kind, Mateschitz, Rummenigge etc. halte ich für Totengräber unseres Sports.
Aber zum Glück gibt’s zu oben genanntem Personenkreis auch fußballverrückte Gegenentwürfe, die unter Fußballkultur etwas anderes verstehen als selbiger. So zum Beispiel ein Christian Streich, der sich ziemlich klar zu dem Wahnsinn heutiger Spielergehälter und Ablösesummen geäußert hat. Nur mal so zur Erinnerung: In den Gründungsstatuten des DFB bzw. der Bundesliga, waren Gehalt und Ablösesummen mit einer Höchstgrenze versehen…längst vergessen und für nicht mehr zeitgemäß befunden.
Oder ein Dirk Zingler, Präsident des 1.FC Union Berlin, der mit seinem Thesenpapier zur Reform des deutschen Profifußballs einem Karl Heinz Rummenigge und co. mächtig in den Pausentee gepinkelt haben dürfte. Statements bzw. klare Vorschläge, die ich ohne Ausnahme teile und sofort unterschreibe.
Aber auch auf Sponsorenebene gibt´s zu Kind und Mateschitz Gegenentwürfe, wie eben diesen Harald Layenberger.
Jener erfolgreiche Pfälzer Unternehmer, der in einer Zeit, als sein Heimatverein schwer angeschlagen am Boden lag nicht zögerte als Hauptsponsor beim FCK einzusteigen und alles in seinen Möglichkeiten stehende zu dessen Rettung beizutragen.
Als Sponsor der Fans, also der Basis und dem Herz jeden Vereins, sind ihm dabei nicht nur rote Teppiche ausgrollt worden. Aber selbst ein massiver Gegenwind durch hier nicht näher genannte Personenkreise sowie eine nicht sonderlich objektive Berichterstattung des „Fußball Fachblattes“ Bild, konnten ihn bis dato nicht in seinem Vorhaben stoppen.
Genau dieser fußballverrückte und leidenschaftliche FCK Fan hat jetzt ein Ausrufezeichen gesetzt, welches nicht nur auf dem Betzenberg wahrgenommen werden wird.
Er hat das Erbe von Fritz Walter vor dem Ausverkauf an irgendwelche Spekulanten oder private Devotionaliensammler bewahrt und wird es der Öffentlichkeit in Gänze zugänglich machen.
Fritz Walter, jene Lauterer Fußball Legende, die 1954 als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft unter Sepp Herberger das Wunder von Bern vollbrachte. Fritz Walter, dessen Name bei jedem „unverbesserlich“ traditionellen Fußballfan, egal welchen Farben er trägt, auch heute noch Hochachtung und Respekt auslöst.
Fritz Walter, jener erste Ehrenspielführer, aus einer Zeit, in der Fußball noch für jeden da war, der DFB noch nicht von geldgeilen Würdenträger gelenkt wurde und in der keiner daran dachte, die Nationalmannschaft werbewirksam in „Die Mannschaft“ umzubenennen.
Ein kleines Stückchen Fußballkultur ist vor dem Verramschen gerettet worden, für den Großen Rest sind wir alle gemeinsam verantwortlich!
Danke Harald Layenberger für Deine Fußballverrücktheit und viel Glück dem FCK. Mögen die richtigen Leute weise Entscheidungen treffen, um ein Stück deutscher Fußballkultur aus der Pfalz, den Betze zu erhalten.

🇮🇩 U. N. V. E. U. 🇮🇩

https://www.kicker.de/news/fussball/3liga/startseite/741722/artikel_layenberger-verhindert-fritz-walter-auktion.html

Scroll to Top