Saisonauftakt 2. Liga 2018/19 – 1.FC Union Berlin

Und uns’re Fahnen weh’n…

Endlich ist Transferschluss, die Mannschafft scheint vollständig zu sein und die bis dato absolvierten Spiele lassen schon erste Eindrücke bzw. Rückschlüsse auf des neuen Trainers Arbeit und ihre Wirksamkeit zu.
Ich denke man kann ohne der Voreile bezichtigt zu werden behaupten, dass der Saisonstart unseres FCU als ziemlich gelungen betrachtet werden darf. Schließlich haben wir da nach früheren Trainerwechseln und/oder Mannschaftsveränderungen schon ganz andere und holperige Ligaauftakte erleben dürfen.
Die erzgebirgischen Wismut-Veilchen, die uns in den letzten Jahren bekanntlich öfter mal nicht so gut aussehen ließen, schickten unsere Jungs an Spieltag Eins punkt.- und torlos zurück ins verträumte Gebirge. Dies geschah sicher noch etwas hakelig und mit etwas Unwucht im spielerischen Rundlauf, aber dennoch verdient und mit einem traumhaften Freistoßtor von Felix. Es ist schön zu sehen, dass er es nicht verlernt hat und das er immer noch…oder vielleicht sollte ich sogar sagen: das er wieder da ist!

Im ersten Auswärtskick mussten wir dann gleich zu den abgestiegenen Dünnbierclowns ins Rheinische. Dort konnten wir dem Liga-Krösus und selbsternannten Fixaufsteiger, ne ordentliche Narrenkappe in diesem „R(h)ein oder Raus Dingsbums Stadion“ verpassen. Hörte man sich nämlich vorher in kölschen Kreisen ein wenig um, ging es dort nur noch darum, wie hoch der Sieg über unseren FCU ausfallen würde. Somit kann man das vor allem in einer klasse zweiten Halbzeit erkämpfte Unentschieden, wie einen kleinen Sieg feiern.
Oder ums den hier mitlesenden Karnevalisten in ihrer Sprache zu verdeutlichen:
„Schaut der Geißbock janz verdrosse, hat auch Union nen Tor jeschosse! “
…Sebastian Anderson, Fußballgott!
Dies schien allerdings einigen minderbemittelten Kamellewerfern vom EffZeh sowie der dort ansässigen uniformierten Prinzengarde gar nicht zu passen, aber diese Geschichte ist an anderer Stelle ausreichend kommentiert worden und unser Verein sowie die Eiserne Hilfe haben klare Statements dazu abgegeben.
Nur soviel: „Man sieht sich immer zweimal inne Saison ihr Karnevalsprinzessinnen, Kölle Alaaf!“.
Letzten Sonntag hatten wir dann den aktuellen Tabellenführer, den FC Sankt Pauli zu Gast. Unseren Jungs gelang es in einem echt geilen Spiel, den hanseatischen Kiezpiraten mächtig an den Mast ihrer Kaperschaluppe zu pinkeln. Mit einer ordentlichen 4:1 Breitseite versenkten unsere eisernen „Kanoniere“ Prömel, Gogia und wieder Sebastian Anderson, den auf Punktefang befindlichen Elbkutter. Eigentlich konnte ja auch gar nichts schief laufen, denn schon vor dem Anpfiff stellte die gesamte Alte Försterei klar, dass hier in Köpenick nur die rot/weiß/eiserne Fahne gehisst wird und nicht der sanktpaulianische „Jolly Roger“.

Das allein ist doch schon mal ein Träumchen von Saisonstart, oder?!
Und wenn man es jetzt mal ganz genau (nicht bierernst) nimmt, dann wird die aktuelle Zweitligatabelle doch überall „böswillig“ falsch dargestellt. Köln wird eindeutig zu unrecht tabellarisch mit uns gleichgestellt, denn wenn ich mich nicht irre, dann war es doch ein Auswärtsspiel und da zählt ein Auswärtstor, vor allem wenn es ein eisernes ist, nun mal doppelt. Also sind wir logischerweise alleiniger Spitzenreiter vor den rheinischen Pipettenbierschlürfern und den Dino Jüngern aus dem Hamburger Randbezirk.
Sei’s drum! Ich bin mal großzügig und ganz uneigennützig, verzichte jetzt freiwillig auf die Korrektur dieses Fehlers und sogar auf den Rest der Ligaspiele, vorausgesetzt die Saison wird vom DFB sofort für beendet erklärt. Schließlich ist doch alles janz fein so und das alte Sprichwort sagt doch: „Aufhören wenn´s am schönsten ist“.
Spass beiseite, es folgen jetzt nicht minderschwere Spiele gegen die vermeintlich kleinen Gegner. Sandhausen und der Meidericher SV stehen zwar ohne Punkt derzeit auf den Abstiegsrängen, allerdings wäre es bei uns nicht das erste Mal, dass wir bei den „Großen“ punkten und bei den „Kleinen“ unnötig wichtige Zähler liegen lassen.
Damit genau jenes nicht passiert, heißt es sauber wie ein schweizer Uhrwerk weiter funktionieren. Unser neuer eidgenössischer Taktgeber sitzt ja genau aus diesem Grund auf´m Trainerstuhl. Irgendwie hab ich ein gutes Gefühl, dass der Fischer Urs unserer Mannschaft die in den letzten Spielzeiten trotz fußballerischer Qualität noch fehlende Konstanz, verschaffen kann. Dazu wird er trotz seiner liebenswerten Art, ganz sicher nicht immer „Schweizer Schoki“ zum Training reichen. Er wird die Jungs auf dem Platz auch ausreichend Gras fressen lassen und so jeden einzelnen Spieler wie auch die Mannschaft als Gesamtheit weiter entwickeln, davon bin ich überzeugt.
Nach den bis heute gesehenen Spielen, freu ich mich jedenfalls auf alles was da noch kommen wird. Dazu gehören auch ein paar neue Typen im rot/weißen Trikot, die wie oben erwähnter S.Andersson schon angedeutet haben, was sie in die Mannschaft mit einbringen können.
Jetzt geht’s aber erst einmal in die württembergische Kurpfalz, zu einem statistisch gesehen eher ungeliebten Gegner. Ich denke nach heutigem Stand sind drei Punkte dort in Sandhausen schon als Pflicht anzusehen, auch wenn unsere eisernen Töppenträger dies nicht auf die lockere Stolle nehmen sollten. Die Sandmänner sind angenockt und das macht bekanntlich gefährlich, zumal sie gegen uns immer ziemlich heimstark aufgetreten sind und garantiert ihren Punktestand von Null, ausgerechnet gegen uns korrigieren möchten.
Aus der Sicht unserer Mannschaft ist dies auch ein guter Test, wie souverän sie mit einer in dieser Saison hoffentlich häufig vorkommenden Favoritenrolle umgehen können.
Ich bin jetzt jedenfalls recht euphorisch und freu mich auf ein gepflegtes 3:0 und das Verteidigen der Tabellenspitze.

In diesem Sinne: „Auf geht’s Union, kämpfen und siegen!

U.N.V.E.U.

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