10. Spieltag – SC Paderborn vs. 1.FC Union Berlin

„Ein Tor, dass kann doch nicht so schwer sein! Nur ein Tor, dass müsst ihr schießen!“ 🇮🇩

Genau dieses schon recht lange nicht mehr gehörte Lied, ertönte vor ziemlich genau 2 1/2 Jahren aus dem Block der mitgereisten Unioner, in der Benteler Arena zu Paderborn. Allerdings sang die eiserne Anhängerschaft dies nicht, um der eigenen Elf musikalisch den Sinn des Fußballspiels zu erklären, selbiges war nach 4 Toren vor’m Pausenpfiff und einer sauberen eigenen Kiste auch gar nicht nötig. Nein, der eiserne Gästeblock widmete dieses Lied den bemitleidenswerten ostwestfälischen Gegnern. Selbige bekamen so gar keinen Fuß auf den Rasen, was uns Unioner jetzt nicht so wirklich zu Tränen rührte, allerdings was übel anmutete, war das Beschimpfen des eigenen Teams, das Einstellen des Supports und letztlich das vorzeitige Abrücken der SCP Fans aus dem Stadion. War das die selbe Anhängerschaft, die zwei Spielzeiten zuvor noch frenetisch den Aufstieg in die Bundesliga bejubelten? Völlig paradox was da abging, zumindest für einen eisernen Verfechter der Boone’schen Regeln.
So what, für ausreichend Antipathie diesem Dorfclub gegenüber, hatte im Hinspiel in der heimischen AF ein gewisser Effenberg ja schon gesorgt, deshalb konnte man sich als Unioner auch mit einem Grinsen anschauen, wie die Paddelbirnen fuballerisch von unseren Jungs filetiert wurden. Damals übrigens mit einem bärenstarken Leihspieler von der Weser, dem ich für das Spiel am Sonntag, genau so einen Auftritt wieder wünschen würde.
Die Buden machten damals Jungs, die heute nicht mehr für das rot/weiße Trikot auflaufen. Zweimal Bobby Wood, einmal Damir „für immer eiserner Fußballgott“ Kreilach und das letzte Törchen steuerte der Leistner Toni zum 0:4 Endstand bei.
Nun, am kommenden Sonntag werden wir einen ganz anderen SCP erleben, da bin ich mir sicher. Ein guter alter Bekannter und eiserner Sympathieträger steht da nämlich seit gut einem Jahr in der Coachingzone der Ostwandalen und man darf wohl mit Recht behaupten, dass Baume dort mehr als nur nen ordentlichen Job abliefert.
Einen eigentlichen Drittliga Absteiger im ersten Anlauf mit Ligatorrekord (90 Treffer) in die Zweite zu führen, muss man erstmal machen. Diese Torgeilheit hat Baume offensichtlich auch in die höhere Spielklasse mitnehmen können, denn derzeit stellen die Paderborner neben den Kölnern, die effektivste Offensive in Liga Zwei. Aber deshalb wird Urs Fischer wohl eher keine schlaflosen Nächte verbracht haben. Schließlich hat unser Schweizer „Präzisionsuhrwerk“ die stärkste Defensive des Fußballunterhauses formiert. Ich bin ziemlich überzeugt davon, dass Trimbo, Hübner, Reichel sowie Marvin Friedrich den Paddelligen ordentlich auf den Füßen stehen werden und im Zusammenspiel mit den davor stehenden Jungs, ich tippe mal auf Prömel und Schmiedebach, die Räume so zumachen, dass die Blauschwarzen gar nicht erst ihr schnelles Spiel aufziehen können.
Dann brauchen wir letztendlich nur noch die Vielzahl unserer Chancen, die werden auch in diesem Spiel wieder vorhanden sein, ein klein wenig abgebrühter nutzen, und das Resultat des letzten Auswärtskicks in Paderborn wäre wiederholbar. Mal schauen wen Urs Fischer als Vollstrecker auserkoren hat. Ich fände ja ne Doppelspitze in Form von Sebastian Andersson und Mr.“TOR DES MONATS“ Polti, wie viele andere auch, ne charmante Idee. Allerdings hat der Trainer derzeit quasi nen Kleinbus voll mit fitten Offensivkräften vorm Trainingsplatz zu stehen, die alle heiß auf Einsatzminuten und vorallem Scorerpoints sein müssten. Letztendlich ist es ja scheiß egal wer die vier Buden macht, oder?
Übrigens, der DFB plant eine neue Regel um die Spiele spannender zu gestalten. Ab nächster Saison muss der kopfballstärkste Spieler eines Teams ein neongrünes Trikot und zwingend die Nr.1 tragen. Selbiger darf dann auch nur in den letzten fünf Minuten den gegnerischen Sechzehner betreten.
Die Idee für diese Regeländerung soll unbestätigten Berichten zu Folge, bei einem jüngst absolvierten Unionspiel geboren worden sein. 😉
Nun, ich würde mir wünschen, dass die DFB Paten die eine oder andere kürzlich im Köpenicker Forst furmulierte Idee tatsächlich in ihr eigenes Regelwerk einfließen lassen würden, aber dazu mehr an anderer Stelle.
Jetzt freu ich mich erstmal aufs nächste Punktspiel und darauf, dass der rot/weiße Gästeblock den Ostwandalen erneut zeigen wird, was eiserner Support bedeutet und das die Boon’schen Regeln nicht irgendein ein Aufdruck auf einem nostalgischen Bierbecher sind.

In diesem Sinne:
„Heiserkeit ist der Muskelkater des Unioners!“
🇮🇩U. N. V. E. U.🇮🇩

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